Ganz generell sorgen präzise rasierte Konturen dafür, dass jeder Bart gepflegter aussieht und die gesellschaftliche Akzeptanz gefördert wird. Speziell die Konturen am Hals und an den Wangen sind besonders wichtig für ein gepflegtes Aussehen. Je nach Art des Bartes und nach Gesichtsform sind jedoch unterschiedliche Aspekte unterschiedlich bedeutsam.

Handelsübliche Nassrasierer mit Scherkopf, wie es sie beispielsweise von Wilkinson oder Gillette zu erwerben gibt, erzielen zwar bei der Rasur allgemein glattere Ergebnisse, sind aber relativ ungeeignet um scharfe Konturen zu rasieren. Elektrische Rasierer haben meist eine extra Klinge am oberen Teil des Rasierers, mit der eine halbwegs saubere Kontur rasierbar ist. Unbestritten das beste Ergebnis erzielen Sie allerdings mit einem traditionellen Rasiermesser oder Rasierhobel. Der Umgang mit beiden Gerätschaften erfordert ein wenig Mut und Übung, garantiert aber das sauberste Ergebnis. Zur Kürzung der Barthaare in der Länge gibt es effektiv hingegen nur den Bart-Trimmer.

Ein Video von Bartmann zum Thema:

Die wichtigsten Utensilien für gute Konturen kurz erklärt:

Bart-Trimmer

Eines der unverzichtbarsten Utensilien für jeden Bartträger ist der Bart-Trimmer. Besonders in der Wachstumsphase, die gerade bei Vollbärten in die Jahre gehen kann, ist das regelmäßige Stutzen unverzichtbar. Denn Barthaare wachsen nicht nur schneller als Kopfhaare sondern unglücklicherweise auch unterschiedlich schnell. Das führt zu aus dem Bart herausstehenden Haaren und zu einem sehr ungepflegten Look besonders in der Anfangszeit. Ohne Aufsatz eignet sich der Trimmer auch gut für die Rasur der Konturen. Einfach an der gewünschten Stelle ansetzen und mit dem Strich hautschonend die Kontur ziehen.

Barttrimmer – die 4 Favoriten der Redaktion:

Rasiermesser

Relativ hohe Erstanschaffungskosten sowie Vorstellung sich mit einem extrem scharfen Messer im Gesicht herum zu hantieren, schrecken viele Männer ab. Eine – bei richtiger Pflege – enorm lange Lebensdauer, sowie die unumstritten glatteste Rasur belohnen jedoch die Mutigen. So gut wie keine laufenden Kosten und lediglich der Streichriemen zur regelmäßigen Schärfung als zusätzliches Utensil kommen noch dazu. Der höheren Verletzungsgefahr in ungeübten Händen treten Sie mit gründlicher Vorbereitung, einer ruhigen Hand sowie jeder Menge Übung entgegen. Viele Männer führen auch an, dass es mit dem Rasiermesser einfach zu lange dauert, sich zu rasieren. Dem kann man eigentlich nur entgegnen, dass die Rasur mit einem Rasiermesser eher einem zeremoniellen Ritual gleicht, als der alltäglichen Pflichtübung des Rasierens. Das glatte Ergebnis wird Sie für den Aufwand entlohnen. An anderer Stelle gehen wir ausführlicher auf die Tücken und Techniken des Rasierens mit dem Rasiermesser ein.

In jedem Fall sollte der Mann beim Rasiermesser nicht am falschen Ende sparen. Neueinsteiger laufen mit günstigen Varianten Gefahr, sich zu verletzen. Langzeit-Rasierer werden sich nicht mit weniger als dem Besten zufrieden geben. Eine sehr gute Variante ist das Jaguar Orca S Rasiermesser, welches es auch schon für knapp 25 € zu kaufen gibt.

 

Das Ein-Mal-Eins der Konturen Rasur

Gerade am Anfang ist es wichtig, den Bart erst mal wachsen zu lassen. Die Konturenrasur ist etwas sehr endgültiges und Fehler sind schwer zu korrigieren. Deswegen ist es empfehlenswert die Entwicklung des Bartes die ersten ein bis zwei Wochen erst mal nur zu beobachten, um dann später an den richtigen Stellen anzusetzen. Das trimmen der Barthaare, also das „auf gleiche Länge bringen“ kann aber ruhig schon vorher beginnen, da lange und herausstehende Barthaare sonst das spätere Konturenziehen erschweren.

Das stutzen erfolgt dabei immer im trockenen Zustand, da nur dann akkurate Ergebnisse erzielt werden können. Die Zuhilfenahme eines Kamms oder einer Bürste kann die Prozedur erleichtern, indem die Haare vor dem Stutzen in Form gebracht werden.

Im Grunde ist das Konturen schneiden aber eigentlich einfach und kann in vier Bereiche aufgeteilt werden.

1.    Kontur der Wangen/ Backen.

Egal ob Drei-Tage-Bart oder Vollbart, der Bereich der Wangen und Backen trägt entscheidend zum gepflegten Aussehen bei. Optimal verläuft die Kontur zwischen Koteletten und Oberlippenbart gerade oder in einer leichten Kurve. Auf welcher Höhe die Kontur dabei anzusetzen ist, hängt maßgeblich von Gesichtsform und Stärke des Bartwuchses ab. Männer die stark behaarte Wangen und Backen haben, können die Kontur ruhig sehr hoch ansetzen. Im Gegensatz zu Männern mit weniger stark behaarten Wangen, bei denen es empfehlenswert ist etwas tiefer anzusetzen um Schwachstellen zu kaschieren. Speziell bei den Wangen ist das Rasiermesser sehr zu empfehlen, da es sich um eine große und ebene Fläche handelt – im Gegensatz zum Beispiel zum Kinn, oder direkt unter der Nase.

2.    Die unteren Koteletten und der Hals.

Bei den meisten Männern bilden die Kieferknochen eine natürliche Linie, an der man sich hervorragend orientieren kann. Grundsätzlich gilt, dass je mehr man nach unten hin stehen lässt, desto größer und mächtiger sieht der Bart aus. Es ist also absolut Geschmackssache wie viel Sie stehen lassen möchten, aber allgemeiner Tenor ist, dass 2-3 Zentimeter vom Kieferknochen abwärts die Kontur gezogen werden sollte, um einen möglichst gepflegten Look zu erzielen.

3.    Das Kinn.

Die erwähnten 2-3 Zentimeter vom Kieferknochen abwärts gelten beim Kinn nicht mehr. Durch eine am Kinn etwas tiefer zulaufende Kontur erzielen Sie einen durchaus interessanten und dennoch gepflegten Look. Das ist aber insgesamt abhängig von der Gesichtsform. Männern mit mehr oder weniger stark ausgeprägtem Doppelkinn hilft eine tiefe Kontur eben jenes zu kaschieren. Männer mit einem relativ markanten Kinn hingegen kann eine höhere Kontur besser stehen. Harmonischer sieht es in der Regel aus, wenn Sie sich ein „U“ rasieren – also eine nach vorne abgerundete Form.

4.    Der Oberlippenbart

Der Oberlippenbart, oder auch Moustache genannt, rundet einen jeden Vollbart ab. Während beim Drei-Tage-Bart aber noch die Regel gilt, dass alle Barthaare ungefähr auf die gleiche Länge gestutzt werden, ist das bei einem Vollbart etwas schwieriger. Ein kurz geschorener Moustache sieht nur selten gut aus in Verbindung mit einem ansonsten voll gewachsenen Bart und über die Oberlippe hängende Haare will sicherlich kaum ein Mann haben und so bleiben letztlich nur zwei Alternativen – Abschneiden oder in Form bringen. Letzteres ist mittels Bartwichse und Bartkamm sicherlich kein Hexenwerk. Das kämmen der Haare nach links und rechts, sowie das besonders bei längeren Haaren oftmals sehr stylisch wirkende Zwirbeln der Haare ist schnell gemacht und auf jeden Fall ein echter Blickfang. Aber auch das Kürzen der Haare in der Mitte mittels einer Schere kann seinen Zweck erfüllen.

Sind alle vier Bereiche ordentlich getrimmt, ergeben sie einen stimmigen und in aller Regel gesellschaftlich akzeptierten Look – auch in der modernen Businesswelt.

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  1. Was ich auch total feier, ist der Bartkamm, dadurch lassen sich die Konturen bei Vollbart Trägern (wie meiner Wenigkeit) problemlos formen und es geht einfach viel schneller. Ist halt eben auch für Laien dementsprechend geeignet.

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